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    Unsere Gemeinde

    In Berlin leben etwa 1.300 bis 1.500 Armenier. Hier wurde 1923 die älteste Diaspora-Gemeinde der Armenier in Deutschland gegründet, die seit 1980 bis 1998 „Armenische Kolonie zu Berlin e. V. & Armenisch-Apostolische Kirchengemeinde zu Berlin“ hieß. Nach der Reorganisation des Vereins wurde im Jahre 1998 die “Gemeinde der Armenischen Kirche zu Berlin e.V.” beim Amtsgericht-Charlottenburg eingetragen. Im Oktober 2006 wurde die Gemeinde in “Armenische Kirchen- und Kulturgemeinde Berlin e. V.” umbenannt. Die “Armenische Kirchen- und Kulturgemeinde Berlin e. V.“ ist eine kirchlich-kulturelle Organisation der Berliner Armenier. Sie ist Mitglied der Diözese der Armenischen Kirche in Deutschland mit Sitz in Köln. Als solche vertritt sie die Diözese in Berlin und unterstützt deren Arbeit und Zielrichtung. Sie vertritt die Interessen ihrer Mitglieder bei deutschen und anderen Einrichtungen in Berlin.

    Die Gemeinde hat z. Z. 100 Mitgliedsfamilien, die monatlich einen Mitgliedsbeitrag entrichten. Mitglied der Gemeinde kann jeder werden, der der Armenisch-Apostolischen Kirche angehört und einen festen Wohnsitz im Gebiet der Postleitzahlen 10-19 hat. Doch auch Armenier katholischer oder evangelischer Konfession sowie Nichtarmenier mit einem armenischen Ehepartner können Mitglied der Gemeinde werden. Das Gemeindeleben wird vom Vorstand gestaltet, der von der Mitgliederversammlung für eine Amtszeit von zwei Jahren gewählt wird. Die Vorstandsmitglieder arbeiten ehrenamtlich. Die Gemeinde verfügt über einen Gemeindepfarrer, der vom Primas der Diözese ernannt wird.

    Die Gemeinde verfügt über ein Gemeindehaus, das von Mitgliedern liebevoll „Hay Dun“ (Armenisches Haus) genannt wird. Das Gemeindehaus „Hay Dun“ ist jeden Freitag ab 18.00 Uhr ein Treffpunkt nicht nur für Mitglieder. Hay Dun ist u.a. eine Begegnungsstätte und ein Ort der Kommunikation für alle unsere Landsleute. Es besteht auch die Möglichkeit, Sendungen des armenischen Fernsehens zu verfolgen. Das Gemeindehaus ist computertechnisch vernetzt, Besucher und Mitglieder haben die Möglichkeit das Informationsmedium Internet für Such- und Lernzwecke, zu armenischbezogenen Themen, über mehreren PC-Stationen zu nutzen.

    Im „Hay Dun“ findet jeden Sonntag von 10.00 bis bis ca. 13.30 Uhr Unterricht in armenischer Sprache statt. Nach dem Unterricht lernen interessierte Kinder armenischen Gruppentanz. Einzelheiten über die armenische Schule und das Sonntagsprogramm sind auf der Webseite der Gemeinde unter einem gesonderten Menüpunkt abrufbar.

    Unlängst wurde auch die Bibliothek der Gemeinde eröffnet. Die Bücher befassen sich mit den unterschiedlichen Aspekten des Armeniertums (Literatur, Geschichte, Kirche und religiöse Unterweisung, Kunst, Kinder- und Sprachbücher sowie Lexika). Die Bibliothek verfügt über Bücher in den folgenden Sprachen: Armenisch, Deutsch, Englisch, Türkisch und Russisch.

    Die Gemeinde hat einen Kirchenchor, der sich mit liturgischen Gesängen in jedem Gottesdienst beteiligt. Ferner singt er auch andere geistliche Lieder sowie einige Volkslieder. Der Kirchenchor nimmt an Taufen, Trauungen und Seelenmessen teil.

    Im Jahr 2000 wurden die Frauen- und Jugendausschüsse der Gemeinde gegründet.

    Die Gemeinde erbringt auch ihre aktive Mitarbeit in der Ökumene. Sie ist Vollmitglied des Ökumenischen Rates in Berlin-Brandenburg, des Internationalen Konventes fremdsprachiger Gemeinden und Missionen in Berlin und Brandenburg. Sie beteiligt sich bei der Vorbereitung bzw. Abhaltung von verschiedenen ökumenischen Gottesdiensten sowie Durchführung von ökumenischen Veranstaltungen.

    Als eine Diaspora-Organisation steht die Armenische Kirchen- und Kulturgemeinde Berlin e. V. vor den gleichen Problemen und Herausforderungen, die sie gemeinsam mit anderen nicht nur armenischen Organisationen hat. Obwohl die Mitglieder der gleichen Volksgruppe und Kirche angehören, kommen sie aus den unterschiedlichsten Ländern des Ostens (Türkei, Iran, Libanon, Syrien, Armenien), wo sie unter der Sphäre von verschiedenen kulturellen und traditionellen Einflüssen gelebt haben und den Einfluss dieser Kulturen und Traditionen sowie deren Lebensweise in sich tragen. Selbstverständlich sind auch die Möglichkeiten, ihre Identität, Sprache, Kultur, ihren Glauben zu bewahren und an nachfolgende Generationen weiterzuvermitteln, unterschiedlich gewesen. Jeder hat seine Annäherungsweise und seinen Maßstab in Bezug auf seine Volks-und kirchliche Zugehörigkeit. Für den einen ist die Sprache der wichtigste Maßstab, für den anderen das Bewusstsein der Identität, für den dritten, die Tatsache der Zugehörigkeit zum Christlichen Glauben und zur Armenischen Kirche. Sicherlich führen die Meinungsunterschiede sowie der unterschiedlich angesetzte Maßstab zu Unstimmigkeiten.

    In anderen Worten, die Gemeindemitglieder stehen vor einer doppelten Integration: Gemeindeintern und -extern. In einem neuen Land und unter neuen Bedingungen werden einerseits der Identitätsbewahrung und andererseits der Integration im sozialen Umfeld neue Bedeutung beigemessen.

    Die Problematik ist weitkomplexer für die in Deutschland aufgewachsene neue Generation. Die Älteren kamen aus dem Orient, wo es Unterdrückung und Missachtung der Menschen- und Völkerrechte gab, aber zugleich auch eine eindeutige kulturelle und religiöse Unterscheidung, und unter jenen Bedingungen eine Jahrzehnte lange Gemeindeerfahrung und Verwurzelung. Anders sind die neuen Bedingungen. Unter den neuen sehr säkularisierten Bedingungen spielen die religiösen und kirchlichen Unterschiede nicht mehr die gleiche Rolle und hören auf, den gleichen Einfluss auszuüben.

    Folglich ist die größte Herausforderung und Aufgabe, die der Gemeinde gestellt ist, die folgende: Wie kann man sich in die neue Gesellschaft integrieren, aber zugleich dir selbst, deiner Identität, dem Glauben und der Kultur treu bleiben?

    Unter Berücksichtigung der neuen Realität, aber der Vergangenheit und ihrer Botschaft treu bleibend, ist die Armenische Kirche samt ihren Organisationen und Gemeinden für die armenische Diaspora im allgemeinen, aber insbesondere für die Diaspora in Deutschland weiterhin das geeignete Mittel der internen Integration. Obwohl sie die externe Integration fördert, konzentriert sie ihre Kräfte nicht nur für die Bewahrung der religiösen-kirchlichen Identität, sondern auch der Sprache und der historisch-kulturellen Identität.

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