PRESSEMITTEILUNG

      

 „Armenischer Völkermord: 101 Jahre Schweigen“

Gedenkveranstaltung zum 101. Gedenktag des Völkermordes an den Armeniern 1915

24. April 2016, 18.15 Uhr,

Schlüterhof des Deuschen Historischen Museums,

Unter den Linden 2, 10117 Berlin

Es laden ein:

Der Zentralrat der Armenier in Deutschland (ZAD)

Die Diözese der Armenischen Kirche in Deutschland

Die Botschaft der Republik Armenien in Deutschland unterstutzt durch:

Die Armenische Kirchen- und Kulturgemeinde Berlin

Die Armenische Gemeinde zu Berlin

Die Gedenkveranstaltung wird von der Vorsitzenden des Zentralrates der Armenier in Deutschland, Frau Jaklin Chatschadorian eröffnet. Nach der Ansprache des Botschafters der Republik Armeien in Deutschland, S.E. Herr Ashot Smbatyan, ergreift Herr Michael Brand, MdB, Vorsitzender des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, das Wort. Die Gedenkrede hält Herr Cem Özdemir, MdB, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen. Die Gedenkveranstaltung wird mit dem Gedenkwort und Fürbittgebet des Primas der Diözese der Armenischen Kirche in Deutschland, S.E. Erzbischof Karekin Bekdjian, abgeschlossen. Musikalisch wird die Veranstaltung von armenischen Musikern begleitet.

Weltweit wird am 24. April, dem weltweiten Gedenktag der 1,5 Millionen durch das jungtürkische Regime ermordeten Armenier, auch der restlosen Zerstörung armenischen Lebens und armenischer Kultur im historischen armenischen Gebiet westlich des Ararat gedacht. Zugleich mahnt insbesondere der 101. Gedenktag den deutschen Staat, seiner moralischen Verpflichtung nachzukommen und als damaliger Mitverantwortlicher für das Leid der Armenier, die Ereignisse von 1915 als Völkermord nach den Kriterien der UN Genozidkonvention anzuerkennen. Am 23. April 2015 fand der Bundespräsident Joachim Gauck in seiner Rede im Berliner Dom deutliche Worte: “In diesem Fall müssen auch wir Deutsche insgesamt uns noch einmal der Aufarbeitung stellen, wenn es nämlich um eine Mitverantwortung, unter Umständen gar um eine Mitschuld, am Völkermord an den Armeniern geht.“

Im Gegensatz zu dieser Äußerung verpasste der Deutsche Bundestag seine Chance, ein unmissverständliches Zeichen der Anerkennung zu setzen und opferte erneut, wie vor einhundert Jahren, die historische Wahrheit der Realpolitik. Auch bei der Debatte am 25. Februar 2016 wurde eine Beschlussfassung über den osmanischen Völkermord an den Armeniern aus Rücksicht auf die Türkei, bis auf weiteres verschoben. Sich der Aufarbeitung zu stellen ist der Anfang eines Prozesses, der mit einer Auseinandersetzung mit der Leugnungspolitik der Täter beginnt und den Opfern und ihren Nachkommen Gerechtigkeit gewährt.

Wir laden alle Vertreter der Medien zur Gedenkveranstaltung herzlich ein.

Ihre Beiträge in der Presse tragen entschieden dazu bei, das 101 Jahre währende Schweigen der deutschen Regierung zu brechen!

Ansprechpartner für die Organisation: Sona Eypper eypper@netscape.net Vartkes Alyanak vartkes@freenet.de Ani Smith-Dagesyan anidagesyan@yahoo.com

Ansprechpartner für die Presse: Jaklin Chatschadorian chatschadorian@googlemail.com, Serovpe Isakhanyan vardaser@web.de

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