in Vortrag von Elke Hartmann: Armenischer Alltag und armenische Kultur im Osmanischen Reich

20. November 2015 │ 19.15 Uhr
Bürgersaal, Rathaus Charlottenburg-Wilmersdorf
Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin
Verkehrsverbindung: U7 Richard-Wagner-Platz,  Bus M45 Richard-Wagner-Platz

Armenischer Alltag und armenische Kultur im Osmanischen Reich

Der Vortrag präsentiert die Arbeit eines einzigartigen Forschungsprojekts: Houshamadyan.


Es wurde 2010 in Berlin von einer Gruppe von Historikerinnen und Künstlerinnen gegründet.

Das Projekt Houshamadyan hat sich zum Ziel gesetzt, das Alltagsleben und die Alltagskultur der Armenier im Osmanischen Reich Provinz für Provinz, Ortschaft für Ortschaft zu rekonstruieren. Die Grundlage der Forschungsarbeit sind armenische Quellen, an erster Stelle die Hunderte nach dem Völkermord entstandenen „Erinnerungsbücher“ (Houshamadyan), die dem Projekt seinen Namen gegeben haben.

Darüber hinaus werden persönliche Familienarchive von Armeniern aus der ganzen Welt zusammengetragen, alte Photos, Tagebücher, Memoiren, aus der verlorenen Heimat mitgebrachte Gegenstände aller Art.

Houshamadyan bewahrt auf diese Weise ein reiches Erbe, macht es zugänglich, führt Fragmente zusammen und verbindet nicht nur die armenischen Generationen, sondern auch alle Bevölkerungsgruppen, Armenier und Nichtarmenier, die die Erinnerung an ein gemeinsames Leben und an dessen Verlust teilen und dies gemeinsam ergründen wollen. In diesem Sinne versteht Houshamadyan sich auch als Beitrag zur Versöhnung.

Musikalische Begleitung : Artak Kirakosyan, Tenor

Eine Veranstaltung der Armenischen Kirchen- und Kulturgemeinde Berlin in Kooperation mit dem Integrationsbeauftragten des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf.

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